Herzlich willkommen auf unserer Blinden-Seite

Wir von der AIDS-Hilfe Marburg möchten gerne auch auf die Bedürfnisse von Blinden und Sehbehinderten eingehen. Leider fehlt uns noch ein bisschen die Erfahrung, so daß wir ganz auf euch und euere Tips und Anregungen hoffen. Scheut euch also nicht und schreibt uns.

Damit Ihr diese Seite auch lesen könnt, haben wir auf Bilder und Grafiken verzichtet. Falls es jedoch noch Schwierigkeiten beim Lesen mit Braille-Zeile und Sprachausgabe geben sollte, teilt uns diese bitte mit, damit wir, wenn möglich Verbesserungen vornehmen können. Wir setzen Links im Text, die wir am Ende noch mal wiederholen – ist das sinnvoll oder eher überflüssig??

Auf unserer Pilot-Seite findet Ihr zwei Hördateien mit einem Interview, bei dem ein Betroffener, der durch AIDS erblindet ist, seine Erlebnisse und Erfahrungen schildert. Außerdem haben wir eine Satire zum Thema Blind und Schwul. Beides wurde im September bei Radio SUB in Frankfurt gesendet und wurde uns freundlicherweise von der Redaktion der "Rosa Brille", einer Hörzeitschrift für blinde Schwule (oder umgekehrt?!), zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Andreas Donau, Martin Feuerstein und Joachim Krause. Für Interessierte geben wir am Ende die Redaktionsanschrift Rosa Brille an.
Für die nächste Zeit versuchen wir noch weitere Hördateien in unsere "Blinden-Seite" mit einzubinden. Auch hier gilt, wenn Ihr interessantes Material kennt oder besitzt, macht uns darauf aufmerksam oder schickt uns euere Vorschläge an folgende Adresse: AIDS-Hilfe Marburg, Bahnhofstraße 27, 35037 Marburg, e-mail: info@marburg.aidshilfe.de oder ruft uns unter der Nummer 06421/64523 an.
Zum Thema AIDS und HIV haben wir eine Literaturliste von Hörbüchern zusammengestellt, welche Ihr bei den deutschsprachigen Hörbüchereien ausleihen könnt.

Das allerwichtigste: Ein ganz herzliches Dankeschön an Yavuz Avcu. Er ist Schüler an der Carl-Strehl-Schule der Deutschen Blindenstudienanstalt (Blista) in Marburg. Im Rahmen eines Praktikums bei der AIDS-Hilfe Marburg hat er sich u.a. sehr für diese Seiten engagiert und wir haben sehr viel voneinander gelernt Wir hoffen, dass der Kontakt erhalten bleibt.

Wir freuen uns auf Eure Reaktionen. Schickt uns viele Mails und es wäre toll, wenn Ihr Euch in unserem Gästebuch verewigen würdet.

[Interview]

[Sketch]

Literatur zu HIV und AIDS in deutschsprachigen Hörbüchereien

1. AIDS und seine Metaphern: Susan Sontag (Aus d. amerikan. Übers.)
Hanser-Verlag München 1989. - 99 S. (13 CC)
Sprecherin: Margot Gödrös
Vorhanden in: Zürich SBS: (13 CC 1930), Leipzig DZB: (24 2058), ISBN 3-446-15403-5

2. Es ist Spät, ich kann nicht atmen: Mario Wirz
Aufbau-Verlag Berlin 1992. – 112 S. (3 CC)
Sprecher: Martin M. Schwarz, Vorhanden in: Marburg dbb (01 7736)
Diese atemberaubenden Selbstgespräche eines 34jährigen HIV-positiven Homosexuellen sind eine erschütternde, sensible und zugleich unglaublich kraftvolle Darstellung eines sich verzweifelt Auflehnenden. Der Autor, 1956 in Marburg geboren, erhielt 1991 den 1. Preis des P.E.N.-Club Liechtenstein.

3. AIDS, and the band played on: (Erfahrungsbericht) Randy Shilts
(Aus d. Amerikanischem v. Hans Jürgen Baron von Koskull
Goldmann-Verlag München 1988. – 824 S. (35 CC)
Sprecher: Hannes Andersen, Vorhanden in: Marburg dbb: (01 6772), Münster WBH: (06 7435), ISBN 3-442-30339-7
Marita P. wechselte von der Banklehre ins Callgirl-Geschäft. Schon bald fuhr sie Luxuslimousinen und konnte sich Schmuck für eine halbe Millionen Mark leisten. Doch dann kamen die Drogen, Beschaffungskriminalität und Knast, schließlich AIDS. Das öffnete ihr die Augen. Sie will, daß andere von ihrem bitteren Weg erfahren, um so der Verlockung Droge möglichst zu widerstehen.

4. Positiv leben: (Ratgeber für HIV-Positive, ihre Freunde und Familie) Denis Smadja (Aus d. Französischen von Gerd-Christian v. Maltzahn)
Gmünder-Verlag Berlin 1993. – 168 S. (3 CC)
Sprecher: Joachim Renn, Vorhanden in: Marburg dbb: (01 7939), München BBH: (05 8227), Münster WBH: (06 11841), ISBN 3-86187.003-7
Mit diesem Buch richtet sich ein engagierter, in der AIDS-Forschung und -Behandlung tätiger Arzt direkt an die HIV-Positiven, sowie an ihre Freunde und Verwandte. In klarer und einfacher Weise gibt er Antworten auf die vielen Fragen, mit denen ein Betroffener konfrontiert wird.

5. Die Geliehene Zeit: Paul Monette (Aus d. Amerikan. Übers.)
Bastei-Verlag Lübbe Bergisch-Gladbach 1990. – 493 S. (11 CC)
Sprecher: Roland Friedel , Vorhanden in: Leipzig DZB: (24 6893), ISBN 3-404-61183-7
Zwei Jahre Lang leistet Paul seinem an AIDS erkrankten Freund im Kampf gegen die heimtückische Krankheit Beistand.

6. AIDS hat mir das Leben gerettet: Marita P.
Links-Verlag Berlin 1994. – 143 S. (4 CC)
Sprecherin: Ingrid Hille, Vorhanden in: Stuttgart SBH: (08 9603) , Leipzig DZB: (24 2955), ISBN 3-86153-055-4
Marita P.: "Meine Jahre zwischen Edelstrich und Drogensumpf". Aufgezeichnet von Gerald Müller.

7. Mitleidsprotokoll: (Roman) Hervé Guibert (Aus d. Französischen übers. v. Hinrich Schmidt-Henkel)
Rowohlt-Verlag Reinbeck 1992. – 238 S. (5 CC)
Sprecher: Stephan Dietiker, Vorhanden in: Marburg dbb: (01 8923), Zürich SBS: (13 CC 11334), ISBN 3-498-02468-X
In diesem, sich zwischen fingierter Autobiographie und autobiographischer Fiktion bewegenden Roman schildert der französische Schriftsteller den Verlauf seiner AIDS-Erkrankung. Das Buch löste in Frankreich wegen seiner Offenheit und den kaum verschlüsselten Anspielungen auf Größen der Kultur einen Eklat aus.
(Le protocole compassionnel) Fortsetzung von: (Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat, ISBN 3-498-02468-X) Diese Fortsetzung von "Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat" erzählt von dem Erstaunen und dem Schmerz, der Wut und der Traurigkeit eines Mannes, von 35 Jahren, in den der Körper eines Greises eingepflanzt wurde.

8. Leben durch AIDS: Anstöße und Erfahrungen des AIDS-Pastors Rainer Jarchow
Quell-Verlag Stuttgart 1996. – 281 S. (8 CC)
Sprecher: Manfred Fenner, Vorhanden in: Marburg EBS: (09 2307), Hamburg NBH: (04 6424), ISBN 3-7918-249-7
Wie hält es Deutschlands erster "AIDS-Pastor", der durch die Segnung von zwei Homosexuellen eine heftige Kontroverse ausgelöst hat, mit der Kirche? Was sind die Motive für seine Arbeit? – Kassette 8 enthält eine Rundfunkaufnahme über die Arbeit des Autors.

9. Dies alles gibt es also: Wolfgang Max Faust
Edition Cantz Stuttgart 1993. – 407 S.
Hörbuch ist in Vorbereitung, ISBN 3-89322-523-4
Alltag, Kunst, AIDS, ein autobiographischer Bericht.

10. Die Jagd nach dem Virus: Robert Gallo (Aus d. Amerikan. Übers. )
Fischer-Verlag Ffm 1991. – 464 S.
Sprecher: Michael Schacht, Vorhanden in: Berlin BZK: (02 5018), Zürich SBS: (13 CC 5787), ISBN 3-10-024404-4
Gallo, der – freilich nicht unbestrittene – Entdecker des HIV, erzählt hier die Geschichte seiner bisherigen Forschungsarbeit und zugleich ein spannendes Kapitel aus der neuesten Entwicklung der Mikrobiologie, der Retroviren-Forschung. (AIDS, Krebs und das menschliche Retrovirus; Die Geschichte einer Entdeckung. "Virus hunting")

11. Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat: (Roman) Hervé Guibert (Aus d. Französ. Übers. Von Heinrich Schmidt-Henkel)
Rohwolt-Verlag Reinbeck 1991. – 283 S. (5 CC)
Sprecherin: Venus Madrid, Vorhanden in: Zürich SBS (13 CC 8480), ISBN 3-498-02363-9
Französischer Titel: A L’ami qui ne m’a pas souvé la vie

12. Das Wochenende: (Roman) Peter Cameron
Rowohlt-Taschenbuch-Verlag Reinbeck 1995. – 187 S. (6 CC)
Sprecherin: Marie L. Steller, Vorhanden in: Münster WBH: (0612959), Stuttgart SBH: (08 9271), ISBN 1-0039017-1-9, (rororo: 13726)
In Erwartung eines harmonischen Wochenendes in einem Idyllischen Landhaus unweit New Yorks treffen sich ein paar Freunde zu vertrauten Gesprächen und guten Essen. Doch die äußere Harmonie weicht einer unruhigen Spannung. Die Erinnerung an den vor einem Jahr verstorbenen Freund läßt sich nicht verdrängen und fordert zu offenen Bekenntnissen heraus. ("The Weekend" Aus d. Amerikan. Übers. von Thomas Gunkel)

13. Die Geschichte meines Todes: Harald Brodkey
Rowohlt Reinbeck 1996. – 188 S. (4 CC)
Sprecher: Peter Holliger, Vorhanden in: Marburg dbb: (019445), München BBH: (05 9364), Münster WBH: (06 14155), Zürich SBS: (13 CC 12864), ISBN 3-498-00580-4
Tagebuchähnliche Aufzeichnungen des amerikanischen Autors über seine AIDS-Erkrankung und ein Leben in der Gewißheit, bald sterben zu müssen (Aus d. Amerikan. Übers. von Angela Praesent)

14. AIDS:
Kirchenamt der EKD 1988. – 19 S. (1 CC)
(EKD-Texte: 24)
Sprecher: Wolfgang Bünnebeil, Vorhanden in: Marburg EBS: (09 1359)
Orientierung und Wege in der Gefahr; eine kirchliche Stellungnahme

15. AIDS: Sigfried Rudolf Dunde
Fischer-Taschenbuch-Verlag Frankfurt 1986. – 255 S. (7 CC)
Sprecherin: Dorothea Kamprad, Vorhanden in: Hamburg NBH: (04 4392), Zürich SBS: (13 CC 825), Fischertaschenbücher: 4224, ISBN 3-596-24224-X
Was eine Krankheit verändert, Sexualität und Moral, der Einzelne und die Gesellschaft.

16. Mein fremder Vater: Susan Bergmann (Deutsch von Sabine Hübner)
Rowohlt-Taschenbuch-Verlag Reinbeck 1996. – 218 S. (5 CC)
Sprecherin: Christiane Maschjechi, Vorhanden in: Stuttgart SBH: (08 93 93), (rororo: 1387: Neue Frau)
Die Entdeckung eines Doppellebens (Aus d. Amerikan. Von Sabine Hübner). Der Vater der Autorin war eines der ersten AIDS-Opfer in Amerika. Erst nach seinem Tod erfuhr die Familie von seiner Homosexualität. Bergmans Bericht zeigt, wie die Familie mit der Realität , den Täuschungen und Verdrängungen fertig wird. Sie versucht den Spuren Ihres Vaters zu folgen und sieht ihn zum ersten Mal, wie es war. Ein ergreifendes Buch, das zeigt, wie Ehen und Familien durch AIDS zerstört werden.

17. Du weißt wohin du gehst, mein Kind: Esther Kietz
Brockhaus-Verlag Wuppertal 1998. – 191 S. (7 CC), (ABC-Team)
Sprecherin: Beate Braus, Vorhanden in: Marburg EBS: (09 2453), ISBN 3-417-1119-6
Vierzehn Kostbare Jahre mit Lone. Durch eine Blutübertragung bei der Geburt infizieren sich die Mütter und auch das Baby mit AIDS. Die Autorin beschreibt Jahre voller Ängste, Hoffnung und Zweifel. Es ist ihre Geschichte mit der tödlichen Krankheit, die aus Freunden Fremde und aus Fremden Freunde macht.

18. Die Blutmafia: (Roman) Heinz G. Konsalik
Lübbe-Verlag Bergisch Gladbach 1994. – 383 S., (Bastei Lübbe: 12166 ; Allgemeine Reihe)
Sprecherin: Beate Braun, Vorhanden in: Marburg dbb: (01 8381), München BBH: (05 8663), Münster WBH: (06 12934), Stuttgart SBH: (08 8949), ISBN 3-404-12166-X
Der Abgesandte eines großen Münchner Konzerns wurde während einer Operation mit AIDS Infiziert. Der Chefreporter des "News Kurier" beginnt wie besessen zu recherchieren, da auch er glaubt, anläßlich einer ähnlichen Situation infiziert worden zu sein. Bei seinen Nachforschungen gerät er in die Fänge der Blutmafia.

19. Hüter der Herden: William Carpenter
Residenz-Verlag, Salzburg 1993. – 379 S. (10 CC)
Sprecher: Wolfgang Busch, Vorhanden in: Münster WBH (06 11363), Zürich SBS (13 CC 9094)
Die Ich-Erzählerin ist eine junge amerikanische Studentin, die durch aufopfernde Pflege ihre Erfahrung mit der Krankheit AIDS macht und dabei zur Frau heranreift. (aus dem amerikanischen übersetzt von Erwin Einzinger).

Hörbibliothekenliste

Bayerische Blindenhörbücherei e. V. (05)
Lothstr. 62
D – 80335 München
Tel.: (089) 12 15 51 – 0, Tel.: (089) 12 15 51 – 12 (Frau Stuhler), Fax: (089) 12 15 51 – 23

Berliner Hörbücherei für Zivil- und Kriegsblinde e. V. (02)
Auerbacherstr. 7
D – 14193 Berlin
Tel.: (030) 8 26 31 11, Fax: (030) 89 58 81 54, Fax: (030) 89 58 88 8

Blindenbiblioteek Le Sage ten Broek (18)
De Viotkampweg 75 – 77
NL – 6545 AE Nijmegen
Tel.: +31 24 78 26 26, Fax: +31 24 37 80 641

Blindenbibltiothek der CAB Landschlacht (25)
Hinterdorferstr. 29
CH – 8597 Landschleacht TG
Tel.: +41 71 69 51 214, Fax: +41 71 69 51 251, Deutsche (01)

In der DBStA
Am Schlag 2 a
D – 35037 Marburg / Lahn
Postfach 11 60
D - 35001 Marburg
Tel.: (06421) 60 6 – 0, Fax: (06421) 60 6- 2 69

Deutsche Katholische Blindenbücherei GmbH (11)
Graurheindorfer Str. 151 a
D – 53117 Bonn
Tel.: (0228) 55 949 – 0, Fax: (0228) 55 949 – 19

Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (24)
Postfach 10 02 45
D – 04002 Leipzig
Gustav-Adolf-Str. 7
D – 04105 Leipzig
Tel.: (0341) 71 13 – 0, Fax: (0341) 71 13 – 1 25

Evangelischer Blinden- und Sehbehinderten Dienst
Deutschland e. V. (09)
Lessingstr. 5
D – 35039 Marburg / Lahn
Tel.: (06421) 94 80 – 80, Fax: (06421) 94 80 – 825

Norddeutsche Blindenhörbücherei e. V. (04)
Herbert-Weichmann-Str. 44
D – 22085 Hambrug
Tel.: (040) 227 286 – 0 (Zentrale), Tel.: (040) 227 286 – 12 (Frau Dittmer), Fax: (040) 227 286 – 20

Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehindeerte (13)
Albisriederstr. 399
CH – 8047 Zürich
Tel.: +41 1 491 25 55, Fax: +41 1 492 64 75

Stimme der Hoffnung Blindenhörbücherei (12)
Am Elfengrund 66
D – 84297 Darmstadt
Tel.: (06151) 9 54 40, Fax: (06151) 95 44 70

Süddeutsche Blindenhör- und Punktschriftbücherei e. V. (08)
Siemensstr. 52/3
D – 70469 Stuttgart
Tel.: (0711) 13 53 10 – 0 (Zentrale), –11 (Buchhaltung) – 12 (Technik) , –15 (Punktschrift) – 17 (Herr Peterek), Fax: (0711) 13 53 10 – 20

Westdeutsche Blindenhörbücherei e. V. (05)
Harkorterstr. 9
D – 48163 Münster
Tel.: (0251) 71 99 01, Fax: (0251) 71 28 46

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